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Aktuelle Nachrichten des Projektes Comeback@50

 

Hessenweite Diskussion regionaler Ansätze erfolgreicher Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit für Ältere
ComeBack@50 lokaler Umsetzer im Landkreis Marburg-Biedenkopf
 
 
Marburg-Biedenkopf – Basierend auf dem Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen 50 plus in den ersten Arbeitsmarkt präsentierten sechs hessische Beschäftigungspakte Ihre Aktivitäten zur Integration ihrer Kunden und Kundinnen. Auf dem Fachtag „Stärke durch Vielfalt“ in Fulda diskutierten am 11. Mai 2010 über dreihundert Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Beschäftigungspakten erfolgreiche Aktivierungs- und Integrationsmodelle aus den Regionen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf wurde durch sein Kooperationsprojekt ComeBack@50 vertreten.
 
„Als dieses Programm 2005 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, war noch nicht absehbar welche Integrationszahlen mit langzeitarbeitslosen Menschen 50plus tatsächlich erreicht werden können und mittlerweile erreicht werden“, sagte Martin Weiland, Unterabteilungsleiter im Bundesministeriums. Allein 2009 konnten bundesweit über 31.000 langzeitarbeitslose Menschen über 50 in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung durch die Beschäftigungspakte vermittelt werden. Auch die hessische Landesregierung sieht in der Vermittlung älterer Menschen in den Arbeitsmarkt ein wichtiges Ziel ihrer Arbeitsmarktpolitik, erläuterte die Staatssekretärin im hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Petra Müller-Klepper, in ihrem Gastvortrag. Einhellig wird von den beteiligten Akteuren die Meinung vertreten, dass die Beschäftigungspakte vor Ort den Freiraum für eigene Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und die lokalen Entwicklungen auch die Stärke des Bundesprogramms Perspektive 50plus ausmachen.
 
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion mit den sechs hessischen Paktvertretern, bei der unterschiedliche Vorgehensweisen in der Kundenansprache, Zielgruppe und Aktivierungsmaßnahmen deutlich wurden, hatten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit an fünf Themeninseln die Unterschiede zu diskutieren. Jeder Beschäftigungspakt war für die Präsentation einer Themeninsel, dem zugehörigen Impulsvortrag und der sich anschließenden Diskussion verantwortlich. ComeBack@50 stellte in Fulda die Ziele, die Art und Weise und den Nutzen der Arbeitgeberansprache durch die Betriebsberater dar und brachte dem Publikum die Vielfalt der Konzepte näher. Des Weiteren wurden Qualifizierungspartnerschaften zwischen Unternehmen und Pakten, den Umgang der Pakte mit Bedarfsgemeinschaften von ALG-II-Beziehern, die Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen und die Darstellung von Prozessen zur Wahrnehmung eigener Ressourcen durch Langzeitarbeitslose (Empowerment) erörtert.
 
„Das positive Ergebnis bei der Integration älterer Langzeitarbeitsloser hat auch bei uns im Kreis wesentlich mit der Gestaltungsfreiheit des Programms vor Ort zu tun, wie hier bei allen Themeninseln eindrucksvoll dargestellt wurde“, fasst Dr. Karsten McGovern seine Eindrücke des Fachtages zusammen. Stellvertretend für viele Unternehmen würdigten sechs Arbeitgeber die Stärken der Zusammenarbeit mit den regionalen Pakten und den über 50-jährigen in ihren Betrieben. Als zentrale Aussage stellte die DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. die Vorteile von Qualifizierungspartnerschaften im Vorfeld der sozialversicherungspflichtigen Einstellung in den Vordergrund. Bei einer Programmverlängerung wollen ComeBack@50 und die DRK-Schwesternschaft auch weiterhin zusammenarbeiten.
 

"Perspektive 50plus": DRK-Schwesternschaft Marburg ist das Unternehmen mit Weitblick 2009
Bundesministerium würdigt Einsatz für ältere Langzeitarbeitslose
 
Marburg-Biedenkopf – Staatssekretär Detlef Scheele überreichte als Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Urkunde der „Perspektive 50plus – Unternehmer mit Weitblick“ an die DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. Fünf ältere Arbeitnehmerinnen erhielten dort 2009 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Mit der Ehrung soll das lokale Engagement gewürdigt werden, mit der die DRK-Schwesternschaft die Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser ins Erwerbsleben fördert. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen ComeBack@50 (Beschäftigungspakt für Ältere) und der Schwesternschaft ist für 2010 schon vereinbart.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeichnete im Rahmen seines Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ in Coburg 62 „Unternehmen mit Weitblick“ aus. Einmal im Jahr werden Unternehmen, die der Beschäftigung und Einstellung älterer Menschen einen hohen Stellenwert einräumen, bundesweit öffentlich gewürdigt. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden Firmen prämiert, die sich in der Personal- und Unternehmenspolitik für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.
Immer mehr Unternehmen setzen sich mit dem demographischen Wandel auseinander und stellen gezielt ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. In diesem Jahr sind fast die Hälfte der prämierten Firmen kleine und mittelständische Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und stammen zu einem Großteil aus der Dienstleistungsbranche und dem Gesundheits- und Sozialwesen.
Die DRK-Schwesternschaft Marburg unterstützt das Projekt „Comeback@50“ des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf, in dem sie dieses Jahr fünf Frauen über 50 Jahren mit unterschiedlichen Qualifikationen in den verschiedenen Arbeitsfeldern, unter anderem auch in ihrem eigenen Altenwohn- und Pflegeheim eingestellt hat.
Die nächsten gemeinsamen Projekte für 2010 sind schon geplant: Die Schwesternschaft wird eine Zertifikatsschulung zum Alltagsbegleiter und Pflegehelfer anbieten. Speziell im Rahmen dieser Schulung können sich arbeitslose Menschen, die über 50 Jahre alt sind, weiterqualifizieren. Das Qualifizierungsangebot ist bewusst in der Abteilung Freiwilliges Soziales Jahr (FJS) und Jugendbildung angesiedelt, um den Austausch zwischen Jugendlichen und den lebenserfahrenen über 50-Jährigen zu fördern und die Fähigkeiten der Einen für den jeweils Anderen nutzbar zu machen.
Im nächsten Jahr erhält der Projektpartner aus dem Lahn-Dill Kreis wieder die Möglichkeit seinen regionalen „Unternehmer mit Weitblick“ zu ehren. Derzeit arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck an der Verlängerung der Projektarbeit im Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ für weitere fünf Jahre zur Unterstützung und Förderung älterer Langzeitarbeitsloser im Landkreis Marburg-Biedenkopf und im Lahn-Dill-Kreis.
 
 
 
 
Pressemitteilung:

 

Job-Cafe läuft seit Ende April 2008

In den Räumen der Job-Akademie des KreisJobCenters bietet ComeBack@50 seit Ende April 2008 seinen Projektteilnehmern eine weitere Dienstleistung an. In der Job-Akademie werden die arbeitsuchenden Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer beraten und unterstützt, um ihren Weg in Arbeit zu finden.

Dazu bietet ComeBack@50 jeden Freitag zwischen 12:30 Uhr und 16:00 Uhr die Möglichkeit, die hervorragende technische Infrastruktur der Job-Akademie zu nutzen um Bewerbungen zu verfassen, Stellen zu suchen und die Beratung und Hilfestellung der Mitarbeiter von Comeback@50 in Anspruch zu nehmen.

Neben den modernsten Software-Programmen (z.B. Office 2007) und einem kostenlosen Internetzugang stellt Comeback@50 seinen Projektteilnehmern auch Bewerbungsmappen, Briefumschläge und Briefmarken vor Ort zur Verfügung, so dass Bewerbungen vollständig fertig gemacht werden können.
 
Anfahrtsbeschreibung
 
Job-Akademie am Rudolphsplatz
(ehem. Gebäude der Marburger Bank)
Am Grün 16, 35037 Marburg

„Perspektive 50plus“ erreicht ab 1. Juli noch mehr Menschen

 
Zur Ausweitung des erfolgreich arbeitenden Bundesprogramms
auf insgesamt zwei Drittel aller Grundsicherungsstellen erklärt das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Die Ergebnisse der eigenverantwortlich agierenden Beschäftigungspakte
überzeugen immer mehr Grundsicherungsstellen: Ab sofort arbeitet
Perspektive 50plus noch flächendeckender. Mit dem 1. Juli erweitert sich
das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte
Bundesprogramm von 237 auf 292 Grundsicherungsstellen. Damit sind
zwei Drittel der insgesamt 438 Grundsicherungsstellen am
Bundesprogramm beteiligt. Mit der Ausweitung, für die das BMAS ein
zusätzliches Budget zur Verfügung gestellt hat, können noch mehr
Projekte zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer
Langzeitarbeitsloser umgesetzt werden. Bis Ende 2009 sollen mit den
neuen Partnern 100.000 ältere Langzeitarbeitslose aktiviert und 30.000
Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt integriert werden.
„Wir wollen und werden die Beschäftigungspakte in den Regionen weiter
stärken – beispielsweise durch eine Ausweitung der Programmregionen
zur Jahresmitte und eine nochmalige Erhöhung der Aktivierungs- und
Vermittlungszahlen.“, erklärt Bundesarbeitsminister Olaf Scholz. „Wir
legen nach und verfolgen ein ambitioniertes Ziel: Bis Ende 2010 soll jede
Grundsicherungsstelle in Deutschland die Möglichkeit haben, sich am
Programm zu beteiligen.“ 22 der 62 Beschäftigungspakte weiten mit
Beginn der zweiten Jahreshälfte ihr Wirkungsgebiet aus. Insgesamt
vergrößern 57 neue Regionen die regionale Abdeckung. So ist zum
Beispiel neben Mecklenburg-Vorpommern nun auch Thüringen
flächendeckend am Bundesprogramm beteiligt. Darüber hinaus erweitert
sich besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
die Landkarte der Perspektive 50plus.
Durch die Teilhabe am Bundesprogramm können die neuen
Partnerregionen ergänzend zum Regelgeschäft konkrete Angebote für
ältere Arbeitsuchende schaffen. Dabei profitieren sie von der Expertise
der bestehenden Partner und haben die Möglichkeit, erfolgreich erprobte
Ansätze ohne Reibungsverluste zu übernehmen.
Eine detaillierte Übersicht finden Sie im Internet unter:
:
www.perspektive50plus.de
.
„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ ist
ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Es soll die
Beschäftigungsfähigkeiten und -chancen älterer Langzeitarbeitsloser
verbessern. Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz und
wird von 62 regionalen Beschäftigungspakten unterstützt. Dieser Ansatz
erlaubt es, gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen.