Topmenue KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Arbeit

Aktuelle Nachrichten des Projektes Comeback@50

 
 
Erfolgreicher Abschluss des Bundesprogramms Perspektive 50plus -
und des regionalen Beschäftigungspaktes ComeBack@50
 
Wir blicken zurück auf 10 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Projektteilnehmern und den heimischen Arbeitgebern.
 
Beim Projektstart von ComeBack@50 im Jahr 2006 sind wir – das KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf und das kommunale Jobcenter Lahn-Dill - auf lang gepflegte Vorurteile gegenüber über 50-jährigen Arbeitnehmern gestoßen. Heute fast 10 Jahre später, ist die Erkenntnis, dass ältere Arbeitnehmer mit wertvollen Stärken wie Zuverlässigkeit, Betriebstreue, Lebenserfahrung und Kompetenz punkten in vielen Betrieben gelebter Alltag. So konnte das KJC Marburg-Biedenkopf von 2006 bis zum Ende 2015 genau 2.144 langzeitarbeitslose über 50-Jährige aus unserem Landkreis in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermitteln und 364 geringfügige Arbeitsverhältnisse realisieren. Das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill hat seit Beginn der Projektzugehörigkeit im Jahr 2008 exakt 1.662 über 50-Jährige in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung integriert und in 355 geringfügige Arbeitsverhältnisse vermittelt.
 
Dafür bedanken wir uns bei allen, die an diesem Projekt Anteil hatten.
 
Das KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf und das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill verstehen sich mit seinen Betriebsberatern des Arbeitgeberpersonalservice und den vielfältigen zielgruppenspezifischen Arbeitsmarkprojekten als Personaldienstleister unserer heimischen Regionen. Wir freuen uns Ihnen mit unseren Betriebsberatern auch weiterhin einen verlässlichen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, der für Ihre Arbeitnehmerbedarfe die geeignete Besetzung für Sie findet.
 
Wir unterstützen Sie auch weiterhin bei Ihrer Personalauswahl. Bitte rufen Sie uns an!
 
Den Arbeitgeberpersonalservice des Kommunalen Jobcenters Lahn-Dill erreichen Sie unter:
 
Wetzlar: 06441/2107-5405
Dillenburg: 02771/264-5406
 
Im Internet:
 
 
Den Arbeitgeberpersonalservice des KreisJobCenters Marburg Biedenkopf erreichen Sie unter:
 
Marburg: 06421 405-70
 
Im Internet:
 
 
 
 
Hinweis zum ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:
 
Gerne unterstützen Sie das KreisJobCenter Marburg und das Kommunale Jobcenter Lahn-Dill auch bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern für das derzeitige ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit (ESF-LZA) und erläutert Ihnen die attraktiven Arbeitgeberförderungen im Rahmen des Projektes. Sprechen Sie uns an:
 
Marburg: 
Klaus Reinhardt      06421 / 405-7206   - per E-Mail:  ReinhardtK@marburg-biedenkopf.de
Markus Weiß          06421 / 405-7241   - per E-Mail:  WeißM@marburg-biedenkopf.de
 
Weitere Informationen und Inhalte zum ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit finden Sie unter:
 
 
 
Lahn-Dill:
Frau Schülke - per E-Mail: Barbara.Schuelke@jobcenter-lahn-dill.de
 
Wetzlar: 06441/2107-5405
Dillenburg: 02771/264-5406
 
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
 
  
 
Bundesweiter Open Space im Rahmen des Bundesprogramms Perspektive 50plus.
 
 
 
Bisher größter Fachaustausch. Unter dem Titel “Bewegung 50plus. Gemeinsam Gestaltung, Perspektiven für jede & für jeden schaffen?! “ kamen über 850 Vertreterinnen und Vertreter der 78 Beschäftigungspakte in Berlin zusammen.
 
 
 
Berlin, 2. Oktober 2013. Am 1. und 2. Oktober 2013 fand der bundesweite Open Space im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ statt. Die Veranstaltung richtete sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 78 Beschäftigungspakte. Ziel der Veranstaltung war es, einen gemeinsamen Austausch über die Erfahrungen und die Erkenntnisse aus der täglichen Vermittlungsarbeit zu starten sowie konkrete Vorhaben für die Arbeit in den Beschäftigungspakten in den nächsten zwei Jahre zu formulieren.
 
 
 
Aus der bisherigen Umsetzung des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ haben sich wichtige Erkenntnisse für die Grundsicherung ergeben und sind in die Weiterentwicklung der Instrumentarien des SGB-II eingeflossen. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass weniger Instrumente, dafür mehr Flexibilität und Freiräume sowie die dezentrale Umsetzung des Bundesprogramms zum Erfolg beigetragen haben. Aber auch der regelmäßige Austausch zwischen den beteiligten Akteuren in den Beschäftigungspakten ist von entscheidender Bedeutung.
 
 
 
Mit dem Open Space gelang es erstmals, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus nahezu allen Jobcentern des Bundesgebiets eine gemeinsame Plattform zu schaffen, um sich zu den Erfahrungen in der Vermittlungsarbeit mit älteren Langzeitarbeitslosen auszutauschen. Über 95 Prozent aller Jobcenter bundesweit sind am Bundesprogramm beteiligt.
 
 
 
 
Teilnehmer an der Veranstaltung Open Space in Berlin des Teams ComeBack@50
 
 
 
 
 
Mit insgesamt 104 sogenannten Anliegen wurden Fragestellungen u.a. aus den Bereichen der Aktivierungs- und Integrationsarbeit mit Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre, der Organisation der Projektarbeit im Bundesprogramm, der Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Unternehmen sowie der Mitarbeiterqualifikation diskutiert. Aber auch die Frage, wie der Transfer erfolgreicher Ansätze in das Regelgeschäft der Jobcenter gelingen kann, wurde beleuchtet. Am Nachmittag des zweiten Tages wurden 20 Handlungsvorhaben formuliert, die in den nächsten Wochen in der Arbeit der Beschäftigungspakte aufgriffen werden.
 
 
 
Diese Ergebnisse des bundesweiten Open Space fließen auch in die inhaltliche Ausrichtung des Bundesprogramms ein und werden im Programmbeirat zum Bundesprogramm diskutiert. Der Programmbeirat setzt sich aus 16 Vertreterinnen und Vertretern ausgewählter Beschäftigungspakte, Vertreterinnen und Vertretern der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zusammen.
 
 
 
 
Hessischer Aktionstag: „Perspektive 50plus ein Gesicht geben“
 
Beim hessenweiten gemeinschaftlichen Aktionstag unter dem Motto „Perspektive 50plus eine Gesicht geben“ standen je nach Schwerpunkt der regionalen Veranstalter die Potenziale langzeitarbeitsloser Menschen, die regionale Arbeitgeberschaft, sportliche oder kulturelle Aspekte im Fokus. Das Ziel hieß dabei: Weg von einer Veranstaltung bei der über langzeitarbeitslose Menschen geredet wird, hin zu einer Veranstaltung, die von langzeitarbeitslosen Menschen durchgeführt wird.
 
 
Regionale Veranstaltung des Kommunalen JobCenters Lahn-Dill:
„Durchstarten mit 50plus“
 
Den Projektteilnehmerinnen und –teilnehmern von ComeBack@50 standen bei der Veranstaltung am 26. April drei Walkingstrecken in unterschiedlichen Längen, entsprechend ihrer Fähigkeiten, zur Wahl.
 
 
Das Event stieß auf rege Beteiligung. Insgesamt 140 Personen haben aktiv am Walkingevent teilgenommen. Es bot sich neben der sportlichen Betätigung ebenso die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und an weiteren Dehn- und Kräftigungsübungen teilzunehmen. Den Abschluss bildete die Einladung, das eigens im Rahmen des Gesundheits-ansatzes zusammengestellte Catering zu genießen. Die Sinnhaftigkeit und Wirkung der Aktion wurde durch das durchweg positive Feedback der Teilnehmer bestätigt.
 
Aufgrund der großen Nachfrage ist geplant, eine ähnliche Veranstaltung im Herbst 2012 zu wiederholen.
 
 
 
Regionale Veranstaltung des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf:
„Künstler geben Impulse“
 
Bei der regionalen Veranstaltung „Künstler geben Impulse“ hatten Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer von ComeBack@50 in Marburg die Gelegenheit, den Gästen mit Musikdarbietungen, Fotografien, Kunstwerken, Filmen und Improvisationstheater ihre künstlerischen Fähigkeiten zu zeigen und damit auch ihr Potenzial sowie ihre schöpferische Lebenskraft zu verdeutlichen.
 
Auch hier konnten ungefähr 140 Gäste von Andrea Martin, Fachbereichsleiterin des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf begrüßt werden. Sowohl Mitarbeiter/innen des Hauses, Arbeitgeber der Region, Trägervertreter als auch zahlreiche Projektteilnehmer/innen verfolgten ein zweistündiges, abwechslungsreiches Programm.
 
Schauspieler Andreas Benkwitz nutzte mehrfach auf interessante Art und Weise die Gelegenheit, Schubladendenken oder Vorurteile zu entlarven, gleichzeitig aber auch herauszustellen, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist. Es wurde deutlich, wie schnell Menschen andere Menschen nach äußeren Eindrücken bewerten und sie in ihre jeweiligen „Denkschubladen“ einordnen. Unter dem Titel „Hinter jeder Akte steckt ein Gesicht“ versteckte beispielsweise eine Gruppe der über 50-jährigen Projekteilnehmer ihre Gesichter hinter Aktendeckeln.
 
 
Zusammen mit Erläuterungen von eigenen Erfahrungen wurden dann für das Publikum nach und nach die jeweiligen Gesichter hinter den Masken sichtbar und Gemeinsamkeiten mit dem Publikum konnten herausgearbeitet werden.
 
Möglichkeiten für Gespräche konnten im Anschluss an die Veranstaltung bei Getränken und Finger-Food genutzt werden. Das Catering wurde von der Firma Integral und Teilnehmerinnen des projekteigenen Hauswirtschaftkurses übernommen. Auch hier ging es darum, Teilnehmerinnen die Gelegenheit zu geben, bisher verborgene Talente zu präsentieren und erworbenes Wissen gleich praktisch zu erproben.
 
 
 
 
 
 
Seit 2006 vermittelt in Hessen ein Zusammenschluss mehrerer Grundsicherungsstellen für Arbeit-suchende im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte in den Regionen“ Ältere über 50 Jahre in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.
 
Bei diesem gemeinschaftlichen Aktionstag unter dem Motto „Perspektive 50plus ein Gesicht geben“ stehen je nach Schwerpunkt der regionalen Veranstalter die Potenziale langzeitarbeitsloser Menschen, die regionale Arbeitgeberschaft oder sportliche und kulturelle Aspekte im Fokus.
 
 
Regionale Veranstaltungen ComeBack@50
 
Marburg-Biedenkopf: „Künstler geben Impulse“
 
Wann?       26. April 2012, 17:00 – 19:00 Uhr
Wo?           Tagungszentrum Kreisverwaltung (ehem. Kreistagssitzungssaal),
Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg-Cappel
Was?          Improvisationstheater, Ausstellung bildender Kunst 
& Musikdarbietungen
 
ComeBack@50 möchte den Projekteilnehmerinnen und Projektteilnehmern die Möglichkeit geben, ihre künstlerischen Fähigkeiten zu zeigen und damit auch ihr Potential und ihre schöpferische Lebenskraft zu verdeutlichen.
 
Zusätzlich möchten wir die Grenzen zwischen Menschen mit lückenlosen Arbeitsbiografien und den Menschen mit „gebrochenen bzw. unterbrochenen" Biografien verwischen und die Gäste zum Perspektivwechsel einladen.
 
Arbeitgeber, Politiker, Fallmanager und Projektteilnehmer erhalten hier die Möglichkeit ein unbekanntes Gesicht unserer Kunden zu entdecken. Das Programm beinhaltet musikalische, darstellerische und bildende Künste. Das Catering wird von Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres projekteigenen Hauswirtschaftskurses übernommen und bietet auch hier die Gelegenheit bisher verborgene Talente zu präsentieren.
 
 
Dillenburg: „Durchstarten mit 50+“
 
Wann?        26. April 2012, 11:00 Uhr
Wo?            Grillhütte Tal Tempe in Dillenburg
Was?          Walkingevent
 
Im Rahmen des Gesundheitsmanagements im Projekt „ComeBack@50“ des kommunalen Jobcenters Lahn-Dill werden wir gemeinsam mit einer ca. 50 Personen starken Kundengruppe am Standort Dillenburg ein Walkingevent veranstalten.
 
Am 26.04.2012 starten wir um 11.00 Uhr an der Grillhütte Tal Tempe in Dillenburg mit 3 Instruktoren. Es kann aus drei Walkingparcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden eine Strecke ausgewählt werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Anschluss werden alle Akteure zu einem leichten Mittagsimbiss eingeladen.
 
 
Wenn die Krankheit bremst: Gesundheits-Coach hilft Kunden des KreisJobCenters auch beim Bändigen des inneren Schweinehunds
 
Informationen, Tipps und Lösungsvorschläge für eine Änderung des Lebensstils
Marburg-Biedenkopf – Das Risiko, arbeitslos zu bleiben, wird durch gesundheitliche Einschränkungen, die im Laufe der Arbeitslosigkeit zunehmen oder erst auftreten, nachweisbar zusätzlich erhöht. Ein Problem, dem das Team von ComeBack@50 beim KreisJobCenter (KJC) des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Kundenkontakt täglich begegnet. Eine gezielte Gesundheitsförderung hilft deshalb dabei, diese Probleme zu meistern. Das Projekt ComeBack@50 kümmert sich gezielt und individuell um die Wiedereingliederung von über 50-jährigen Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.
 

 
Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern am Donnerstag in Marburg den ganzheitlichen Ansatz der Gesundheitsförderung vor. Die KJC-Kunden Annette Bethke (55) und Ralf Hildebrand (53) berichteten von ihren positiven Erfahrungen dieser Gesundheitsförderung.
 
Zuckerkrankheit und Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen oder schlechte Kondition des Herz-Kreislaufsystems bremsen viele Stellenvermittlungen von älteren Kunden des KJC regelrecht aus, was die Kunden schmerzlich trifft. „Viele Gesundheitsprobleme lassen sich durch eine Änderung des Lebensstils und täglichen Verhaltensänderungen deutlich mindern“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Rücken- und Gelenkbeschwerden ließen sich oft durch ein gezieltes Bewegungsprogramm reduzieren und die Kondition durch ein individuelles Sportangebot verbessern.
 
Doch nicht nur körperliche Beschwerden beeinträchtigen die Gesundheit, auch – und häufig begleitend – ist die Psyche betroffen. Äußerer Druck erzeugt oftmals dauerhaften inneren Druck, der sich wiederum in körperliche Beschwerden äußern kann. So „schlägt es einem auf den Magen“ oder man macht sich „ein schweres Herz“.
 
Auch Rehabilitationseinrichtungen kennen diese Zusammenhänge und setzen daher – neben der ärztlichen Behandlung – auch Sport- und Bewegungstherapie, Entspannungstraining und Ernährungsberatung zur Gesundheitsstärkung ihrer Patienten ein.
 
Dr. McGovern weist darauf hin, dass das KreisJobCenter erfolgreich auf eine frühzeitige Gesundheitsförderung durch einen Sport- und Bewegungstherapeuten setzt: „Für alle Kunden von ComeBack@50 wird zu Beginn ein begleitender Arbeitskreis über vier Wochen angeboten. Dabei wird auch das Thema Gesundheit von verschiedenen Seiten betrachtet.“ Dabei solle den Teilnehmern nicht mit erhobenem Zeigefinger der richtige Weg gewiesen werden. „Ziel ist es vielmehr, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich und in der Lage ist, positiv darauf einzuwirken“, erläutert Dr. McGovern.
 
„Wenn wir die Themen Bewegung, Ernährung und Stress behandeln, dann so, dass die Teilnehmer sich dabei immer einbringen können, über persönliche Erfahrungen berichten oder ihre bisherigen Kenntnisse und Informationen wiedergeben können“, erklärt Personalvermittler Heinz Gebauer, der als ComeBack@50-Gesundheits-Coach die Workshops leitet. Es würde die Themen aufgegriffen, die den Teilnehmern besonders am Herzen liegen. „Aha-Erlebnisse sollen persönliche Betroffenheit auslösen und ein Umdenken fördern“, erläutert Gebauer. Die ComeBack@50-Kunden bekommen dabei nicht nur eine Fülle an gesundheitsfördernden Informationen, sondern auch praktische Lösungen und Tipps an die Hand, durch die sie Stressbelastungen besser bewältigen und dem „inneren Schweinehund“ besser Paroli bieten können.
 
Das Marburger Konzept des internen und externen Gesundheits-Coachings stößt über die Grenzen der Region hinaus auf Interesse und hat so etwas wie Vorbild-Charakter. Dies wird auch durch die anonymisierten Umfrageergebnisse von den Workshop-Teilnehmern bestätigt: 90 Prozent fanden den Workshop informativ, 80 Prozent bestätigten, dass die Inhalte auch hilfreich für ihren Alltag seien.
 
Gesundheitscoach Gebauer erklärt das gute Ergebnis so: „Man muss die Kunden da abholen, wo sie stehen. Durch gut gemeinte, aber lehrmeisterliche Ratschläge erreicht man sie nicht und verursacht eher Ablehnung.“

 

Lehrgang zur „Familien- und Alltagshelferin“ mit Prüfung und Zertifikat erfolgreich abgeschlossen

DRK-Schwesternschaft, Faber Management und ComeBack@50 konzipieren gemeinsame Qualifizierung

Ob schnelle Hilfe gefragt ist oder regelmäßiger Zuspruch notwendig wird - überall dort kommen Familien- und Alltagshelfer/innen zum Einsatz. Sie sind quasi die „gute Seele“, die in Privathaushalten bei Notfällen für normale Strukturen sorgen oder in Senioreneinrichtungen durch Verständnis und einfühlsames Zuhören alten und dementen Menschen zu mehr Lebensqualität verhelfen.
 
Die Arbeit am und mit den hilfebedürftigen Menschen erfordert ein großes Maß an Empathie, Toleranz, Offenheit und an psychischer Belastbarkeit. Lebenserfahrung ist demnach sehr von Vorteil, wenn man sich für dieses Arbeitsfeld entscheidet. Vor diesem Hintergrund entwickelte der Fachdienst ComeBack@50 des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf in Zusammenarbeit mit der DRK-Schwesternschaft und dem renommierten Gießener Unternehmen Faber Management einen Lehrgang für ältere Arbeitssuchende, den alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich mit einem DRK-Zertifikat abschließen konnten.
Die Lehrgangsinhalte orientierten sich an den verschiedenen Einsatzbereichen dieses Berufes. Neben vertieften Informationen zu den Bereichen Hauswirtschaft, Hygiene und Ernährung stand u. a. auch das Thema Pflege und der Umgang mit Demenzkranken auf dem Stundenplan. Die theoretischen Teile rundete ein insgesamt 6-wöchiges Praktikum auf drei Blöcken verteilt ab. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vivo auch die praktische Arbeit erfahren und entsprechende berufliche Schwerpunkte setzen.
Schon während des Lehrgangs meldeten einige Arbeitgeber Personalbedarf an. Einige Praktikanten erhielten unmittelbar ein Weiterbeschäftigungsangebot. So konnte der erste Arbeitsvertrag bereits wenige Tage nach bestandener Prüfung unterzeichnet werden. Weitere werden folgen.
 
Hessenweite Diskussion regionaler Ansätze erfolgreicher Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit für Ältere
ComeBack@50 lokaler Umsetzer im Landkreis Marburg-Biedenkopf
 
Marburg-Biedenkopf – Basierend auf dem Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen 50 plus in den ersten Arbeitsmarkt präsentierten sechs hessische Beschäftigungspakte Ihre Aktivitäten zur Integration ihrer Kunden und Kundinnen. Auf dem Fachtag „Stärke durch Vielfalt“ in Fulda diskutierten am 11. Mai 2010 über dreihundert Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Beschäftigungspakten erfolgreiche Aktivierungs- und Integrationsmodelle aus den Regionen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf wurde durch sein Kooperationsprojekt ComeBack@50 vertreten.
 
„Als dieses Programm 2005 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, war noch nicht absehbar welche Integrationszahlen mit langzeitarbeitslosen Menschen 50plus tatsächlich erreicht werden können und mittlerweile erreicht werden“, sagte Martin Weiland, Unterabteilungsleiter im Bundesministeriums. Allein 2009 konnten bundesweit über 31.000 langzeitarbeitslose Menschen über 50 in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung durch die Beschäftigungspakte vermittelt werden. Auch die hessische Landesregierung sieht in der Vermittlung älterer Menschen in den Arbeitsmarkt ein wichtiges Ziel ihrer Arbeitsmarktpolitik, erläuterte die Staatssekretärin im hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Petra Müller-Klepper, in ihrem Gastvortrag. Einhellig wird von den beteiligten Akteuren die Meinung vertreten, dass die Beschäftigungspakte vor Ort den Freiraum für eigene Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und die lokalen Entwicklungen auch die Stärke des Bundesprogramms Perspektive 50plus ausmachen.
 
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion mit den sechs hessischen Paktvertretern, bei der unterschiedliche Vorgehensweisen in der Kundenansprache, Zielgruppe und Aktivierungsmaßnahmen deutlich wurden, hatten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit an fünf Themeninseln die Unterschiede zu diskutieren. Jeder Beschäftigungspakt war für die Präsentation einer Themeninsel, dem zugehörigen Impulsvortrag und der sich anschließenden Diskussion verantwortlich. ComeBack@50 stellte in Fulda die Ziele, die Art und Weise und den Nutzen der Arbeitgeberansprache durch die Betriebsberater dar und brachte dem Publikum die Vielfalt der Konzepte näher. Des Weiteren wurden Qualifizierungspartnerschaften zwischen Unternehmen und Pakten, den Umgang der Pakte mit Bedarfsgemeinschaften von ALG-II-Beziehern, die Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen und die Darstellung von Prozessen zur Wahrnehmung eigener Ressourcen durch Langzeitarbeitslose (Empowerment) erörtert.
 
„Das positive Ergebnis bei der Integration älterer Langzeitarbeitsloser hat auch bei uns im Kreis wesentlich mit der Gestaltungsfreiheit des Programms vor Ort zu tun, wie hier bei allen Themeninseln eindrucksvoll dargestellt wurde“, fasst Dr. Karsten McGovern seine Eindrücke des Fachtages zusammen. Stellvertretend für viele Unternehmen würdigten sechs Arbeitgeber die Stärken der Zusammenarbeit mit den regionalen Pakten und den über 50-jährigen in ihren Betrieben. Als zentrale Aussage stellte die DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. die Vorteile von Qualifizierungspartnerschaften im Vorfeld der sozialversicherungspflichtigen Einstellung in den Vordergrund. Bei einer Programmverlängerung wollen ComeBack@50 und die DRK-Schwesternschaft auch weiterhin zusammenarbeiten.
www.perspektive50plus.de
„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ ist
ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Es soll die
Beschäftigungsfähigkeiten und -chancen älterer Langzeitarbeitsloser
verbessern. Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz und
wird von 62 regionalen Beschäftigungspakten unterstützt. Dieser Ansatz
erlaubt es, gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen.

"Perspektive 50plus": DRK-Schwesternschaft Marburg ist das Unternehmen mit Weitblick 2009

Bundesministerium würdigt Einsatz für ältere Langzeitarbeitslose
 
Marburg-Biedenkopf – Staatssekretär Detlef Scheele überreichte als Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Urkunde der „Perspektive 50plus – Unternehmer mit Weitblick“ an die DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. Fünf ältere Arbeitnehmerinnen erhielten dort 2009 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Mit der Ehrung soll das lokale Engagement gewürdigt werden, mit der die DRK-Schwesternschaft die Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser ins Erwerbsleben fördert. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen ComeBack@50 (Beschäftigungspakt für Ältere) und der Schwesternschaft ist für 2010 schon vereinbart.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeichnete im Rahmen seines Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ in Coburg 62 „Unternehmen mit Weitblick“ aus. Einmal im Jahr werden Unternehmen, die der Beschäftigung und Einstellung älterer Menschen einen hohen Stellenwert einräumen, bundesweit öffentlich gewürdigt. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden Firmen prämiert, die sich in der Personal- und Unternehmenspolitik für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.
Immer mehr Unternehmen setzen sich mit dem demographischen Wandel auseinander und stellen gezielt ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. In diesem Jahr sind fast die Hälfte der prämierten Firmen kleine und mittelständische Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und stammen zu einem Großteil aus der Dienstleistungsbranche und dem Gesundheits- und Sozialwesen.
Die DRK-Schwesternschaft Marburg unterstützt das Projekt „Comeback@50“ des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf, in dem sie dieses Jahr fünf Frauen über 50 Jahren mit unterschiedlichen Qualifikationen in den verschiedenen Arbeitsfeldern, unter anderem auch in ihrem eigenen Altenwohn- und Pflegeheim eingestellt hat.
Die nächsten gemeinsamen Projekte für 2010 sind schon geplant: Die Schwesternschaft wird eine Zertifikatsschulung zum Alltagsbegleiter und Pflegehelfer anbieten. Speziell im Rahmen dieser Schulung können sich arbeitslose Menschen, die über 50 Jahre alt sind, weiterqualifizieren. Das Qualifizierungsangebot ist bewusst in der Abteilung Freiwilliges Soziales Jahr (FJS) und Jugendbildung angesiedelt, um den Austausch zwischen Jugendlichen und den lebenserfahrenen über 50-Jährigen zu fördern und die Fähigkeiten der Einen für den jeweils Anderen nutzbar zu machen.
Im nächsten Jahr erhält der Projektpartner aus dem Lahn-Dill Kreis wieder die Möglichkeit seinen regionalen „Unternehmer mit Weitblick“ zu ehren. Derzeit arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck an der Verlängerung der Projektarbeit im Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ für weitere fünf Jahre zur Unterstützung und Förderung älterer Langzeitarbeitsloser im Landkreis Marburg-Biedenkopf und im Lahn-Dill-Kreis.
 
 
 
 

 

 

 

 

Zur Ausweitung des erfolgreich arbeitenden Bundesprogramms
auf insgesamt zwei Drittel aller Grundsicherungsstellen erklärt das

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Die Ergebnisse der eigenverantwortlich agierenden Beschäftigungspakte
überzeugen immer mehr Grundsicherungsstellen: Ab sofort arbeitet
Perspektive 50plus noch flächendeckender. Mit dem 1. Juli erweitert sich
das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte
Bundesprogramm von 237 auf 292 Grundsicherungsstellen. Damit sind
zwei Drittel der insgesamt 438 Grundsicherungsstellen am
Bundesprogramm beteiligt. Mit der Ausweitung, für die das BMAS ein
zusätzliches Budget zur Verfügung gestellt hat, können noch mehr
Projekte zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer
Langzeitarbeitsloser umgesetzt werden. Bis Ende 2009 sollen mit den
neuen Partnern 100.000 ältere Langzeitarbeitslose aktiviert und 30.000
Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt integriert werden.
„Wir wollen und werden die Beschäftigungspakte in den Regionen weiter
stärken – beispielsweise durch eine Ausweitung der Programmregionen
zur Jahresmitte und eine nochmalige Erhöhung der Aktivierungs- und
Vermittlungszahlen.“, erklärt Bundesarbeitsminister Olaf Scholz. „Wir
legen nach und verfolgen ein ambitioniertes Ziel: Bis Ende 2010 soll jede
Grundsicherungsstelle in Deutschland die Möglichkeit haben, sich am
Programm zu beteiligen.“ 22 der 62 Beschäftigungspakte weiten mit
Beginn der zweiten Jahreshälfte ihr Wirkungsgebiet aus. Insgesamt
vergrößern 57 neue Regionen die regionale Abdeckung. So ist zum
Beispiel neben Mecklenburg-Vorpommern nun auch Thüringen
flächendeckend am Bundesprogramm beteiligt. Darüber hinaus erweitert
sich besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
die Landkarte der Perspektive 50plus.
Durch die Teilhabe am Bundesprogramm können die neuen
Partnerregionen ergänzend zum Regelgeschäft konkrete Angebote für
ältere Arbeitsuchende schaffen. Dabei profitieren sie von der Expertise
der bestehenden Partner und haben die Möglichkeit, erfolgreich erprobte
Ansätze ohne Reibungsverluste zu übernehmen.
Eine detaillierte Übersicht finden Sie im Internet unter: